Zwei Pints in Galway


Fast läuft man am
The Crane vorbei. Das kleine weiße Haus an der Straßenecke wirbt nicht mit Leuchtreklame, hat nur ein einziges Fenster und eine Tür ohne „Open“-Schild. Drinnen sitzen eine Handvoll Männer an der Bar und nicken den Hereinkommenden zu. Der Wirt trocknet den ganzen Abend seelenruhig Gläser ab und reagiert auf jede Bestellung mit „Of course, my dear“. Es läuft leise irische Musik im Hintergrund.
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Aarhus

Es ist Gründonnerstag und die Straßen sind leer. Vor der Ankunft haben wir bereits gelesen, dass die Dänen über Ostern gern auf’s Land fahren. Dass das aber eine komplett leere Innenstadt bedeutet, war uns nicht klar. Wir nutzen den gesamten Platz aus, laufen in der Mitte der Straße und tanzen mit ausgestreckten Armen durch die Fußgängerzonen.
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Frühling in Amsterdam


Der Mann mit der Trompete dümpelt grinsend in der Gracht neben der Oudekirk herum. Sein Boot ist mit Sonnenblumen und bunten Bändern geschmückt und hat bereits eine Menschenansammlung verursacht. Als die Kirchen der Umgebung mit ihren Glockenspielen beginnen, setzt er seine Trompete an und spielt deren Melodie nach. Es klingt, als würde sich sein Instrument mit den Glockentürmen unterhalten und niemanden in der Runde scheint das so glücklich zu machen wie ihn. Sein Publikum applaudiert ihm lachend und er strahlt über das ganze Gesicht.
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Notizen aus Kopenhagen

rebecca_kopenhagen
Ein sonniger Herbsttag in Kopenhagen, der Himmel ist strahlend blau. Die Fußgängerzone ist voller Menschen, sie tragen offene Mäntel und Sonnenbrillen. Am Storchenbrunnen sitzt ein offensichtlich betrunkener Mann mit einem Bier in der Hand. Er trägt kein Shirt, weswegen jeder seinen braungebrannten Oberkörper mit dem „One Life One Chance“ – Tattoo sehen kann. Auf seinem Rücken, direkt unter seinem Tattoo, stehen dänische Worte mit blauem Edding geschrieben. Er redet ohne Unterbrechung, es ist nicht ganz klar, mit wem. Als keiner reagiert, lässt er sich zurückfallen, einen Moment sieht es aus, als würde er in den Brunnen fallen. Stattdessen stützt er sich mit einer Hand ab und sammelt mit der anderen die Münzen aus dem Wasser. Er schenkt sie den drei Teenagern, die ihm am nähesten stehen und grinst.
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Amsterdam

Rebecca_Amsterdam
Sein Name ist Neil und er kommt aus Kanada. Eigentlich studiert er. Eigentlich müsste er damit auch schnell fertig werden, denn die Studiengebühren sind hoch. Stattdessen steht er auf einem rot-grünen Holzboot mitten in Amsterdam, steuert mühelos durch das Labyrinth der Grachten und erzählt uns die Geschichte der Stadt.
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Marseille

Rebecca_Marseille

Es dauert ziemlich lange, bis sich die Landschaft vor dem Fenster verändert. Stundenlang Felder und Häuser, wie wir sie längst kennen. Erst kurz vor der Dämmerung endlich die ersten gelb gestrichenen Häuser mit den orangefarbenen Ziegeln und den großen Fensterläden. Vereinzelt Olivenbäume, dann wird es dunkel.
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