Am Kiosk


Er hat die Ware sorgfältig in die Regale sortiert, nicht ein Zentimeter Platz in dem kleinen Raum wurde verschwendet. Sein Sortiment hält das Viertel sonntags am Leben. Chips, Süßigkeiten, Cola, Butter, Tütensuppen, Taschentücher und so ziemlich alles andere, was man am Ende des Wochenendes vermissen könnte. Eine Zeit lang hat er auch Brötchen verkauft, hat das aber wieder eingestellt. Zu oft habe er den Laden allein lassen müssen, um im Hinterzimmer die nächste Fuhre in den Ofen zu schieben, zu oft habe er Kunden enttäuschen müssen, weil die Brötchen schon ausverkauft waren.
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Der Nachbar

Rebecca_Der Nachbar

Die Sonne im Dorf steht inzwischen tief. Die Menschen beginnen, ihre Blumen zu gießen, den Grill anzufeuern, die Tagesereignisse am Gartenzaun auszuwerten. Hast du schon gehört? Sag bloß. Also wirklich! Hinten auf den Felder geht jemand mit seinem Hund spazieren. Das Licht ist fast golden und das Rauschen der Bäume wird nur gelegentlich von den Geräuschen eines Autos unterbrochen.
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Amsterdam

Rebecca_Amsterdam
Sein Name ist Neil und er kommt aus Kanada. Eigentlich studiert er. Eigentlich müsste er damit auch schnell fertig werden, denn die Studiengebühren sind hoch. Stattdessen steht er auf einem rot-grünen Holzboot mitten in Amsterdam, steuert mühelos durch das Labyrinth der Grachten und erzählt uns die Geschichte der Stadt.
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Kräne

Rebecca_Hamburg
Ich traf ihn, als ich am Abend nach meinem letzten Arbeitstag zu Fuß zur S-Bahnstation an den Landungsbrücken ging. Er stand am Hafenbecken und blinzelte in die untergehende Sonne. Ich hielt ein paar Meter neben ihm an und sah auf die Eisschollen, die in kleinen Wellen hinter einer der Hafenfähren herschwappten. Gerade als ich weitergehen wollte, sprach er mich an.
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