Am Westensee

Westensee_Stadtnotizen_Foto_MelanieDie Sehnsucht nach Stille ist groß. Nach Stille und nach Ordnung. Der Wald ordnet sich selbst. Das Wasser verschluckt den Rest. Bis zum Ufer ist es ein mooriger Weg. An manchen Stellen weicht das Moos dem Matsch. Der Wind wirkt wie eine sanfte Begrüßung an traurigen Tagen.

Weiterlesen

Advertisements

St. Peter-Ording im Winter

rebecca_stpeterording
Die Seebrücke ist lang, viel länger als wir es gewohnt sind. Wir stiefeln minutenlang über die gelbbraunen Salzwiesen, bis wir zum Strand kommen. Du fängst an zu seufzen, als du die weiße Weite siehst und wir laufen bis zu den Wellen. Wenn wir uns hier schnell um uns selbst drehen würden, wäre nur weiß zu sehen, als stünden wir nicht an der Nordsee sondern am Nordpol.
Weiterlesen „St. Peter-Ording im Winter“

Strande

strande_foto_melanie

Strande liegt am Strand, wir haben es gewusst. Andere haben es auch gewusst, am Leuchtturm Bülk reiht sich ein Campingbus an den nächsten. Die Kofferraumtüren sind geöffnet, aus den Bettdecken auf den provisorischen Betten luken verschlafene Gesichter. Die Sonne macht sich breit und wärmt die nackten Glieder.
Weiterlesen

Der Nachbar

Rebecca_Der Nachbar

Die Sonne im Dorf steht inzwischen tief. Die Menschen beginnen, ihre Blumen zu gießen, den Grill anzufeuern, die Tagesereignisse am Gartenzaun auszuwerten. Hast du schon gehört? Sag bloß. Also wirklich! Hinten auf den Felder geht jemand mit seinem Hund spazieren. Das Licht ist fast golden und das Rauschen der Bäume wird nur gelegentlich von den Geräuschen eines Autos unterbrochen.
Weiterlesen „Der Nachbar“

Die Prinzeninsel im Plöner See

Prinzeninsel Plön Foto Melanie

Wir starten früh. Das rechnen uns die Plöner an. Auf dem Weg zur Prinzeninsel grüßen uns Gassigeher, Vormittagsjogger und eifrige Rentner. Sie sagen „Moin“, wir ziehen das „oin“ in die Länge. Das haben wir gelernt, das machen wir jetzt so. Als uns einer mit einem schnellen „Moin Moin“ überholt, müssen wir uns beraten: Sagt man hier etwa schon „Moin Moin“? Aber wir sind doch nicht in Hamburg! Am Ende bleiben wir bei „Mooiiiinnnn“, das fröhlich-schnattrige „Moin Moin“ liegt uns nicht.

Weiterlesen

Am Falckensteiner Strand

Falckenstein

„Wir sitzen gegenüber vom Klohäuschen“, ruft eine Frau im Bikini in ihr Handy hinein. Offensichtlich verweht der Wind die Worte, sie wird lauter, präziser: „Da, wo wir immer parken, dann am Klohäuschen vorbei und dann bis zum Wasser.“ Bis zum Wasser haben es schon zu viele geschafft, die Navigation läuft vergeblich. Die Frau legt auf und sagt zu ihrer Nachbarin: „Muss sie sich heute eben andere Freunde suchen.“
Weiterlesen

Helgoland

Rebecca_Helgoland

Je näher man der langen Anna kommt, desto lauter wird es. Die Vögel, die entlang der Klippen nisten, übertönen irgendwann die Stimmen der Menschen und die Auslösegeräusche der Kameras. Sie würden selbst den stürmischen Seewind übertönen, wenn er denn wehen würde. Aber der Himmel ist klar und Helgoland im Sonnenschein sieht aus, als hätte jemand den Kontrast eines Fotos hochgedreht. Ein tiefblaues Meer vor rostroten Felsen mit leuchtend grünem Gras.
Weiterleiten