Sonntags im Park


Was zu riechen ist:
– Blumen, deren Namen unbekannt sind
– Kohle, Steaks und Bratwürste
– Gras, denn die Wiese des Parks ist frisch gemäht
– die Limo der Frau auf der Decke rechts vorne

Was zu hören ist:
– kleine Flugzeuge auf Sonntagsausflug
– Schiffstuten in den unterschiedlichsten Tonhöhen
– Gespräche über die Arbeit, die nächsten Urlaube, die Prüfungsphase, die nächste Hochzeit auf die zu gehen niemand Lust hat
– das Quietschen einer Fahrradbremse
– lautes Lachen über flache Witze
– das Rauschen der Bäume, die den Park begrenzen

Was zu sehen ist:
– die bunte Picknickdecke der Sitznachbarn
– die Sitznachbaren, die so zahlreich wie unterschiedlich sind
– zwei kleine Hunde, die Fange um den Kugelgrill ihres Herrchens spielen
– die Hafenkräne, auf die jeder der Anwesenden schaut
– das gelbe Sommerkleid der Frau, das in der Sonne leuchtet

Was zu fühlen ist:
– die Grashalme unter den nackten Füßen
– der kleine Käfer, der über das linke Hangelenk läuft
– das Sonntagnachmittaggefühl, das immerhin bis zum Montagmorgen halten wird

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