Ostern in der Oberpfalz

Oberpfalz Foto Melanie

Die Staatsstraße 2154 führt an Waldmünchen und Tschechien vorbei. Im Sommer befahren Urlauber aus Sachsen die Gegend, jetzt, am Ostersonntag, sind nur wenige Autos unterwegs. Der Weg zur 24-Stunden-Milchtankstelle ist menschenleer, auf den Briefkästen vor den verschieden pastellfarbigen Einfamilienhäusern steht „Vorsicht vor dem bisschen Hund“ oder „Wachsamer Nachbar“. Die Kirchenglocken läuten um 18:47 Uhr.

In den Wirtshäusern wird das Osteressen serviert. Die meisten bleiben zu Hause. Das Wetter ist nicht zum Wandern da, Hunde beschnüffeln sich still. Die Brücke über der Landesstraße verbindet den Ortsteil Hocha mit der Stadt Waldmünchen. Auf dem Weg zum Ölberg geht es vorbei an traditioneller Architektur. Aus einem verwilderten Garten pfeift es klar. Ein Weißhaariger geht dort um, es müsste Geschichten geben. An den blauen Streben des Brückengeländers hängt einsam ein verrostetes Schloss. Andrea und Michael waren vielleicht noch nie in Paris. Es gibt nicht viele Brücken in Waldmünchen.

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